Gott muss erst noch kommen

Veröffentlicht auf von Jochen Ebmeier

eagle-nebula

“Ich glaube nicht, daß Gott da war, sondern daß er erst kommt. Aber nur, wenn man ihm den Weg kürzer macht als bisher!”

Se. Erlaucht wies das mit den würdigen Worten zurück: “Das ist mir zu hoch.”keltische gottheit

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Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, Hg. A. Fris‚ Hamburg 1952, S. 1022:

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Veröffentlicht in Philosophie

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K
Ja Cindy, ich glaube auch, Jochen weiß es doch besser.<br /> ken
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C
He Ken, du liegst da richtig. Ich mag ihn auch weniger,diesen Definitionsdogmatismus. Als sei Philosophie Wissensüberladung, die auferlegt werden muss und ausgrenzt. Wie es sich ja auch die Kirche aneignete seit Nicaea und bis heute, dass auch der Papst, wie die Muslimen, Ungläubige definieren will. Das Ureigene soll genommen werden, damit der kollektive Devotismus gehalten werden kann. Nein, das ist weder der Philosophie noch der Religion zugehörig. Holistisches Denken ist zu empfehlen, um den Ideen der Individuen gerecht zu bleiben. Wie doch Glauben und Vernunft als Wissen zusammen gehören. Nicht nur mental und phrenologisch. Man muss abwägen und nie starre Haltung als Wissen abtun. Davon hatten wir wahrlich genug.<br /> Cindy
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J
<br /> <br /> Der kleine und gar nicht mal feine Unterschied: Glauben kann ich, was ich will. Wenn ich nicht will, dann nicht.<br /> <br /> <br /> Zum Wissen kann man mich dagegen durch vernünftige Argumente - i. e. logische Verknüpfung von Gründen - zwingen. Ich kann dann zwar immer noch so tun, als ob ich nix einsähe; aber ich<br /> weiß doch, dass ich es nun besser weiß.<br /> <br /> <br /> Das Wissen beruht auf Gründen (die man einem jeden andern zwingend demonstrieren kann). Der Glauben heftet sich an Motive - die ich mir nicht einreden lassen muss. Wenn es mir<br /> gefällt, das "Ganze" für "realer" zu halten als die mir sinnlich-anschaulich gegebenen "Teile", dann mag ich das glauben. Wenn es mir zwar gefiele, ich aber hinreichende Gründe dafür<br /> nicht erkennen kann, dann glaube ich es nicht; und Du kannst mich nicht zwingen.<br /> <br /> <br /> Ende der Fahnenstange.<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br />
K
wobei man zuerst davon aus gehen kann, dass metaphysik eher ein Begriff des Glaubens als den Wissen sein kann. Wurde nie von Aristoteles im Sinne a posteriori benutzt, wurde eigentlich genau im Nachhinein zur Bezeichnung des so datierten zehnten Buches "NACH der physik populariisiert. Was man als/unter Gott versteht, entwickelte sich als "Wissen" ab Hesiod zu über die Vorsokratiker zu Platon (Enthusiasmus/Julian) zu Aristoteles. Erst die "Chistenheit" verstand es in Konzilen dogmatisch Glauben daraus zu verbreiten. Gott als Idee birgt in sich schon Widerspruch, gemäß Platon kommen Ideen aus dem oder ins Wissen, Gott dagegen aus dem Glauben. Soweit so gut.
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K
Falsified? Maybe in English, but...<br /> Ich wurde darauf aufmerksam in "Masterpieces of World Philosophy" in summary form, edited by Frank N. Magill, New York<br /> <br /> Schlug andere Bücher nach und stellte fest, es gibt vielerlei Quellen diesbezüglich. Meines Wissens unverfälschte "Wahrheit", die ja immer relativiert werden kann.<br /> <br /> So unter anderem von-<br /> <br /> 1. Olov Gigon - Untersuchungen zu Heraklit, Seite 56/138<br /> über Xenophanes Gottbegriff - Gott gegen Gottheit(en)<br /> Vgl. DK 21 B 11 und DK 22 B 41 (panta dia panton<br /> <br /> 2. Xenophanes. Fragmente - von Ernst Heitsch, 1983<br /> in Tusculum/Artemis mit Kommentaren<br /> auch mit den Zitaten in Englisch, von:<br /> a) Kirk and Raven in the presekratic Philosphers, Cambridge 1957<br /> ..."one god, greates among gods and men...<br /> b)Frank N. Magill, NY, siehe oben<br /> <br /> 3. Metzler Lexikon Antike, Seite 758<br /> Übersetzt nach W.K.C. Guthrie, History of Greek Philosophy Cambridge, 1962<br /> <br /> 4. Werner Jaeger - Die Theologie der frühen griech. Denker<br /> Kohlhammer Verlag, Stuttgart, 1953, 1964<br /> <br /> 5. Kindlers neues Literatur Lexikon, Band Vb-Zz, Xenophanes<br /> mit weiteren Quellen<br /> <br /> Warum sollten sie alle ein Interesse haben zu fälschen?<br /> <br /> ken
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J
<br /> <br /> Wieso Interesse? Voreingenommenheit reicht dafür völlig aus. Es ist im Übrigen nur eine philologische Frage: Darf man in einen antiken Autor einen Gottesbegriff hineinlesen", der offenkundig aus<br /> den metasphysischen System des 17./18. Jahrhunderts stammt?<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br /> Zur Sache: An einen Gott, der den Phänomenen voran geht, kann man lediglich glauben. Von ihm wissen kann man - sowohl nach dem Begriff 'Wissen' als auch nach dem Begriff 'Gott'<br /> (der eigentlich kein Beriff, sondern eine Idee ist) - nichts.<br /> <br /> <br /> <br /> In der Philosophie geht es aber um Wissen und nicht um Glauben. Um Glauben kümmere ich mich nicht, der fällt in andere Disziplinen.<br /> <br /> <br /> <br />
J
Eigentlich wollte ich mit meinem Einwurf sagen: So ein "Zitat" kann nur falsch, d. h. gefälscht sein.
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