De singularibus non est scientia.
Musik sei nicht zu unbestimmt, um in Worte gefasst zu werden, hat Mendelssohn* gesagt, sondern zu bestimmt.
Heute würden wir sagen: Das Musikstück - und jedes Kunststück - ist überbestimmt. So sehr bestimmt, dass es durch allgemein-geltende Zeichen eben nicht vollständig erfasst werden kann. Das Kunststück ist singulär. De singularibus non est scientia - Von einem Einzigen gibt es kein Wissen, sagten die Scholastiker. Das, was ganz allein auf der Welt so ist, wie es ist, das kann durch kein Anderes - Bekanntes - auf der Welt beschrieben werden. Es ist lediglich quale; schon quid wäre zu viel gesagt, weil das an ein Verhältnis zu Anderem glauben lässt.
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*) geboren am 3. Februar 1809 in Hamburg