Top-Posts
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Der Mensch kann nein sagen
Als der Hirnforscher Gerhard Roth im Philosophischen Quartett* bei Sloterdijk und Safranski die These von der vollständigen Determiniertheit unseres durchaus nicht freien Willens vertrat, räumte er am Ende der Diskussion doch eine Ausnahme ein: „die Verneinung“....
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Die philosophische Wendeltreppe VIII: Kausalität, oder Der Mythos vom Allverursacher
Die Logisierung, nämlich Mathematisierung der Welt durch Descartes und Newton im 17. Jahrhundert gilt als der Sieg der Vernunft über den Mythos. Wissenschaftlich und rational ist seither nur jene Weltbetrachtung, die alles Sicht- wie alles Denkbare unter...
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Die philosophische Wendeltreppe II: Philosophie ist kritisch
Früher hieß es, Philosophie sei eine spezifisch abendländische Errungenschaft. Dann wurde gesagt, es gäbe auch eine indische, eine chinesische und sogar eine afrikanische und indianische Philosophie. Weisheitslehren, die verkünden, was wahr ist, hat es...
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Die philosophische Wendeltreppe VI: Ist die Welt logisch aufgebaut?
Wenn aber die Mathematik Menschenwerk ist - wie konnte sie sich dann nur so blendend in den Naturwissenschaften bewähren? Vielleicht doch, weil sie (’zufällig’) zugleich den inneren Bauplan der Natur wiedergibt?! Nun ja: Worin besteht ‘Naturwissenschaft’?...
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voraus-setzen
Aller wircklicher Anfang ist ein 2ter Moment. Alles, was da ist, erscheint, ist und erscheint nur unter einer Voraussetzung – sein individueller Grund, sein a bsolutes Selbst geht ihm voraus – muß wenigstens vor ihm gedacht werden. Ich muß allem etwas...
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Der Hirnforscher und die Verneinung
Als der Hirnforscher Gerhard Roth im Philosophischen Quartett bei Sloterdijk und Safranski die These von der vollständigen Determiniertheit unseres durchaus nicht freien Willens vertrat, räumt er am Ende der Diskussion doch eine Ausnahme ein: „die Verneinung“....
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voraus setzen
Aller wircklicher Anfang ist ein 2ter Moment. Alles, was da ist, erscheint, ist und erscheint nur unter einer Voraussetzung – sein individueller Grund, sein absolutes Selbst geht ihm voraus – muß wenigstens vor ihm gedacht werden. Ich muß allem etwas...
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Totale Bürokratie III: Zwischen Oder und Elbe
Das feudalbürokratische Vergeudungs- und Verknappungssystem Man kann Gesellschaftsformen danach unterscheiden, durch welche Institution sie sicherstellen, dass ein Mehrprodukt entsteht, das akkumuliert werden kann und für Fortschritt sorgt. Im Feudalzeitalter...
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Das Ästhetische entsteht als Gegensatz des Ökonomischen.
Das Ästhetische (‚Schöne’) ist der Gegensatz zum Ökonomischen (‚Nützlichen’); d. h. es entwickelt sich als ein solcher. Es ist aber nicht der „bestimmte“ Gegensatz, sondern es ist vielmehr der Gegensatz des Unbestimmten zum Bestimmten; des zu-nichts-Brauchbaren...
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Was die Kunst nicht ist
Kein Mensch von gesundem Verstande und gereiften Einsichten wird den besten Künstler so hoch schätzen, als den wackeren Kanzelisten, ja den Handwerksmann, der das Polster stopfte, worauf der Rat in der Schoßstube, oder der Kaufmann im Comptoir sitzt,...
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"Ich weiß nichts."
Der Satz ‘ich weiß nichts’ ist offenbar ein Widerspruch in sich. Er setzt sich aus zwei Aussagen zusammen: 1) Ich weiß etwas; und 2) dieses Etwas ist Nichts. Doch wenn Nichts Nichts ist, kann ich davon nicht Etwas wissen. Wir wissen immer entweder Etwas,...
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An Stelle eines Nachrufs: He was there.
Lieber Leser, an Stelle eines Nachrufs gebe ich hier den Aufsatz wieder, den ich zu Michael Jacksons fünfzigstem Geburtstag im letzten August veröffentlicht habe. Leider hat er sich, ohne dass ich es ahnen konnte, als eine verfrühte Grabesrede erwiesen....
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„PISA im Wortlaut“!
Um der seit Jahr und Tag eher noch zu- als abnehmenden Konfusion um den Gegenstand und die pp. Ergebnisse der PISA-Erhebungen abzuhelfen, veröffentliche ich auf einem besondern Blog einen ausführlichen wörtlichen Auszug aus dem ursprünglichen Bericht...
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Typisch männlich.
Mut, Ehre, Anstand, ästhetische Wachheit - kurz, der Sinn für das, was das Leben transzendiert; aka der Griff nach den Sternen.
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Proprium humanum
Die Besonderheit des Menschen ist es nicht, dass für ihn die Dinge neben ihrem Dasein in Raum und Zeit auch noch eine Bedeutung haben – das haben sie für die Tiere auch. Sondern dass er beides unterscheiden kann – und so die Bedeutung jenseits von Raum...
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Das lebende Gesamtkunstwerk.
Wir sehen die Natur so an, als ob sie ein Kunstwerk wäre. Und danach erst beurteilen wir die Kunst danach, wie weit sie der Natur entspricht. Er war ein Kunstwerk, das sich die Natur einverleibt hat.
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Das Verhältnis der Gedanken zur Wirklichkeit
Auf der einen Seite haben wir Erdenrund mit Bergen, Tälern, hohen Ebenen und tiefer See. Auf der andern Seite haben wir Landkarten und den Kompass. Beide gibt es wirklich. Aber beides bedeutet Nichts ohne einen, der sich der einen Seite bedient, um sich...
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der hermeutische Zirkel
Sein ganzes wissenschaftliches Instrumentarium – das Denkzeug ebenso wie seine Laboreinrichtung – ist auf ‚ursächlich wirkende’ Res extensa angelegt. Was anderes bleibt gar nicht darin hängen. Wer ein Sieb zum Schöpfen nimmt, wird finden, dass Wasser...
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No hay caminos.
Hay que caminar. _______________________________________________________________________________ Wege gibt es nicht. Du musst gehen.
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Ästhetik und Urteilskraft
Das ästhetische Vermögen ist die Fähigkeit, Qualitäten wahr-, d. h. wert - zunehmen. Die Urteilskraft ist das Vermögen, Erscheinungen auf Qualitäten zu beziehen.
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Schön ist…
…was so aussieht, als ob es den Zweck, den es nicht hat, erfüllt.
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Nur eine Frage lohnt das Nachdenken.
…daß nur eine Frage das Denken wirklich lohne, und das sei die des rechten Lebens. —————————————————————————————————————— Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften , Hg. A. Fris‚ Hamburg 1952, S. 255
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Den Menschen unterscheidet vom Tier…
…dass ihm in seiner offenen Welt auch solche Dinge… …gewärtig werden, die keine Bedeutung für ihn haben – und ihm daher zum Rätsel werden.
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Vernunft ist das Wesen des Menschen.
Mit der Vernunft ist es wie mit dem Wesen des Menschen. Sie ist nur, indem sie wird. Anders „ist“ sie nicht . . Terminus ad quem? „Unendliche Annäherung“? . Der Steuermann, der sich auf hoher See am Polarstern orientiert, will nicht ihm sich annähern,...
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Moral ist…
“Moral ist Zuordnung eines Augenblickszustandes unseres Lebens zu einem Dauerzustand!” ————————————————————————– Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften , Hg. A. Fris‚ Hamburg 1952, S. 869