Landschaftsmalerei - erste Fortschritte
In den Niederlanden verschiebt sich dann nach und nach das Gewicht. Gelegentlich sieht es aus, als sei die heilige Szene nur noch ein Vorwand für die Naturdarstellung; oder richtiger: für die Nutzbarmachung der Landschaft für malerische Zwecke.
Joachim Patini(e)r, Überfahrt in die Unterwelt (1515-1524)
Ein künstlerischer Zufall? Und wie ist es damit:
Patinier hat ein Schwäche für diese Art von Bild. Indes, das sind Phantasielandschaften - zu einem vorgegebenen Sujet malerisch hinzu erfunden.
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Die ältesten erhaltenen reinen Landschaftsdarstellungen ohne äußeren thematisch Vorwand finden sich dann bei Hans Traut (1453-1516)
und Albrecht Dürer, der auf dem Wege nach Italien eine ganze Reihe von Landschaftsstudien anfertigte:
Und nun handelt es sich um wirkliche Landschaften - die Natur, wie sie “vorkommt” und nicht, wie man sie sich denken könnte; nicht Sinn bild, sondern Abbild.
Aber: Das sind eben nur private Studien, Arbeitsskizzen für den eignen Gebrauch, keine Tafelbilder im großen Format für den repräsentativen öffentlichen Ort, an denen der Maler mit seiner Werkstatt viele Jahre zu tun hatte.
Die ersten wirklichen Landschaftsbilder sind erst von Albrecht Altdorfer überliefert:
Er malt Waldansichten aus dem Donauraum bei Regensburg. Diese “Landschaft mit einem Steg” ist ca. 1516 entstanden.